Biografie - Pasquale Aleardi

"Wenn du mit 4 Fernsehern, 5 Sprachen, Mozart, Sirtaki und James Brown aufwächst, kannst du unmöglich nur eine Schiene fahren."

Pasquale Aleardi wurde 1971 in der Nähe von Zürich in "Dietikon" als Sohn griechisch-italienischer Gastarbeiter geboren. Seine Jugend beschreibt der Schauspieler als laut und sehr lebendig - in fast jedem Zimmer seines Elternhauses lief nonstop ein Fernsehgerät. Fasziniert von seinen Helden, die 24 Stunden am Tag auf der Mattscheibe flimmerten, beschloss er, nicht wie von seinen Eltern geplant, Rechtsanwalt zu werden, sondern nach seinem Abitur 1992 die Theaterhochschule Zürich zu besuchen.

Sein Spielfilmdebüt gab er noch während seiner Schauspielausbildung im Jahr 1994, in der Hauptrolle der Schweizer Kinoproduktion „TSCHÄSS" (1994, Daniel Helfer). Motiviert und fest entschlossen, seine Vielseitigkeit unter Beweis zu stellen, beendete er 1995 die Ausbildung.

Er zog nach Deutschland, wo er Theatererfolge mit Stücken wie z.B. "DER GROSSE KNALL" von Arthur Miller (beste Inszenierung NRW 96/Berliner-Theatertreffen) feierte, bevor sich sein Interesse auf den Film richtete. Rollenangebote ließen nicht lange auf sich warten und er entwickelte sich dank seiner Wandlungsfähigkeit in unterschiedlichsten Produktionen zum gefragten Schauspieler:

In dem TV-Event "FÜR IMMER VERLOREN" (2003, Uwe Janson), spielte er u.a. an der Seite von Veronika Ferres und gab sein deutsches Kinodebut mit der Hauptrolle in "NACHTS IM PARK" (2002, Uwe Janson) neben Heike Makatsch und Heino Ferch. In der Berthold Brecht-Verfilmung "BAAL" (2004, Uwe Janson) mimte er die Rolle des "Ekart" neben Matthias Schweighöfer, und in "RESIDENT EVIL" (2002, Paul W.S.Anderson) machte er an der Seite von Milla Jovovich erstmals in einer internationalen Kinoproduktion auf sich aufmerksam.

Einen der größten Kinoerfolge konnte er 2006 in seiner alten Heimat mit der Schweizer Kinoproduktion "GROUNDING - DIE LETZTEN TAGE DER SWISSAIR" (2006, Michael Steiner) verzeichnen: Der Film feierte dort den besten Kinostart aller Zeiten und verwies "Titanic" in die Schranken. Zeitgleich konnte das deutsche Publikum Aleardi in dem Ensemblefilm "SCHÖNER LEBEN" (2006, Markus Herling) sehen, der Weltpremiere bei der Berlinale feierte, bevor kurz darauf die Theaterverfilmung von Frank Wedekinds "LULU" (2006, Uwe Janson) dem Publikum vorgestellt wurde, für welchen er auch an der Komposition der Filmmusik beteiligt war.

Als egozentrischer Marketingmanager im Kinofilm "WO IST FRED" (2006, Anno Saul), machte Pasquale Aleardi Alexandra Maria Lara, Jürgen Vogel und Til Schweiger das Leben schwer. Letzteren vertrat er auch als Anwalt in dem Kinoerfolg "KEINOHRHASEN" (2007, Til Schweiger). Ganz anders erlebte man ihn in dem ZDF-Krimi "SPERLING & DIE KALTE ANGST" (2007, Uwe Janson), in dem er als Terrorist einen Anschlag auf das Brandenburger Tor plante.
Aus der Feder von Lee Goldberg ("Monk") stammte das Drehbuch für die internationale Produktion "FAST TRACK - NO LIMITS" (2008 / Pro7, Axel Sand, Lee Goldberg) in dem Aleardi als reicher, krimineller Russe mit Hang zu illegalen Autorennen agiert.

Die Teamworx-Produktion "WILLKOMEN IM WESTERWALD" (2008 / ARD, Tomy Wigand) erzählt die Geschichte eines im Westerwald lebenden Irakers, der mit seiner Liebe zum amerikanischen LineDance ein deutsches Dorf wieder zu neuem Leben erweckt. Der Film wurde 2009 mit dem CIVIS-Medienpreise für Integration und kulturelle Vielfalt im Bereich Unterhaltung ausgezeichnet.
 

Noch im selben Jahr stand er für den RTL-Event-Zweiteiler "VULKAN" (2010) unter der Regie von Uwe Janson, und in der Rolle des "Gaston Salvatore" - der rechten Hand von Rudi Dutschke – in "DUTSCHKE" (2009, Stephan Krohmer) vor der Kamera.

Er drehte außerdem die Kino-Independent-Produktion "TAXIPHONE-EL MEKTOUB" (2010, Mohammad Soudani) in der Wüste Algeriens, wo er neben Mona Petri die männliche Hauptrolle spielte.

2010 übernahm er u.a. eine Hauptrolle neben Anna Fischer im DDR-Drama "MASSERBERG" (Martin Enlen) nach dem gleichnamigen Roman von Else Buschheuer.

Im Februar 2011 wurde der auf wahren Begebenheiten beruhende, grosse historische ZDF-Zweiteiler "SCHICKSALSJAHRE" (2011, Miguel Alexandre) mit Pasquale Aleardi in der männlichen Hauptrolle ausgestrahlt. Für seine Rolle als angehender Opernsänger "Wolfgang Heye", der während des zweiten Weltkrieges desertiert , wurde Aleardi beim Monte-Carlo Filmfestival für die Goldene Nymphe als Bester Hauptdarsteller nominiert.

Weitere wichtige Filme in Aleardis Vita sind:

"MÜNCHEN 72 - DAS ATTENTAT" (2012, Dror Zahavi), wo er als Trainer der israelischen Fechtmannschaft "Andre Spitzer" von palästinensischen Terroristen entführt und ermordet wird,und "MÄNNERHERZEN 2" (2011, Simon Verhoeven), in dem er als Justus von Dohnáyis zwielichtigem Antagonisten, dem Schlagersänger Maurizio Marquez, zu sehen ist.

Allein im Jahre 2012 brachte Pasquale Aleardi seine Wandlungsfähigkeit in sechs Produktionen verschiedenster Genres zum Ausdruck. So zum Beispiel als Rocksänger in der Hauptrolle des ZDF-Musikfilms "NUR EINE NACHT" (2013, Thorsten Näter), als Mossad-Agent in dem erfolgreichen koreanischen Actionfilm "THE BERLIN FILE" (2013, Ryou Seng Wan), bis hin zum unkorrumpierbaren Militärhauptmann, an der Seite von Claudia Michelsen im Schweizer Krimi "STÄRKE 6" (2013, Sabine Boss). 

Januar bis Februar 2013 kehrte Aleardi in einer der erfolgreichsten Theaterproduktionen des Theaters am Kurfürstendamm mit 40 ausverkauften Vorstellungen in Neil Simons Farce "GERÜCHTE GERÜCHTE" als exzentrischer Rechtsanwalt Ken Gorman an der Seite von Maria Furtwängler wieder auf die Bühne zurück.

Seit Frühjahr 2014 ermittelt Aleardi ausserdem als Kommissar für die ARD in einer eigenen Krimireihe, der Verfilmung der Bestseller-Romane um KOMMISSAR DUPIN.

Im Winter 2014 folgte ein besonderes Highlight: Pasquale Aleardi übernahm am New Yorker Broadway als europäischer Gaststar die männliche Hauptrolle in dem Musical „Chicago" und spielte den Billy Flynn am Ambassador-Theatre.

Im November 2015 schloss Aleardi die Dreharbeiten zu "GOTTHARD"(2016, Urs Egger) ab. Einer der teuersten und historisch aufwendigsten TV-Event-Movie, der jemals in der Schweiz produziert wurde.(ZodiacPictures,SFR,ARD,ORF,TSI) In einer der Hauptrollen spielt Aleardi den italienischen Mineur Tommaso, der sich Ende des 19. Jahrhunderts gegen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen am Gotthard-Tunnelbau auflehnt.

Für seine Darstellung in "Gotthard" wurde Aleardi mit dem Schweizerfernsehfilmpreis 2017 als bester Hauptdarsteller
ausgezeichnet.
 
2017 wechselte Aleardi wiederum vom Drama zur Kömodie und verzweifelte an seiner pubertierenden Tochter, in seiner Rolle als Journalist Jan Maybach in das "DAS PUBERTIER-DIE SERIE"(Regie Uwe Janson/Oliver Schmitz), das 2017 vom ZDF ausgestrahlt wurde.
 
Es folgten 2017/2018 im Anschluss zwei weitere Verfilmungen der erfolgreichen Kommissar Dupin Romane "Bretonische Flut" und "Bretonisches Leuchten".
 
In der Kinofassung von Udo Jürgens Musical "ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK", unter der Regie von Phillip Stölzl wird Aleardi als singender, schwuler Bordzauberer Costa im Herbst 2019 zu sehen sein.
 
Aleardis vielseitiges Schaffen zieht sich wie ein roter Faden durch seine bisherige Vita und auf die Frage warum das so ist, entgegnet er lachend: "Wenn Du mit 5 Sprachen, 3 Fernsehern, Mozart, Sirtaki und James Brown aufwächst, kannst du unmöglich nur eine Schiene fahren."

Pasquale Aleardis lebte in Zürich, Bonn und Köln bevor es ihn nach Berlin zog. Er spricht fünf Sprachen. Neben der Schauspielerei ist die Musik seine grosse Leidenschaft. 

Seine neue Band "PASQUALE ALEARDI & DIE PHONAUTEN" feiert am 03. Februar 2017 am Theater am Kurfürstendamm Ihren Einstand. Seither sind sie mit Ihrer mitreissenden "Antidepressionsmusik" unterwegs und sorgen für mächtig gute Laune bei Ihren Auftritten.

Das Live-Album Pasquale Aleardi & die Phonauten kann man unter folgender Seite downloaden;

https://itunes.apple.com/de/album/live-in-berlin-with-die-phonauten/1442937963

https://www.pasqualealeardiunddiephonauten.de

http://www.imdb.com/name/nm0017783/?ref_=fn_al_nm_1

https://www.facebook.com/Pasquale-Aleardi-Die-Phonauten-144061396027103/

https://www.pasqualealeardiunddiephonauten.de

https://itunes.apple.com/de/album/retrologie-unplugged-feat./id796887458

https://itunes.apple.com/de/album/retrologie/id416995221